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Pernambuco

Ein Land mit viel Freude

Pernambuco ist eine Provinz, die im Nordosten Brasiliens liegt. Von den acht weiteren im Nordosten gelegenen Provinzen, ist Pernambuco die Provinz, mit der zweitstärksten Wirtschaft. Das Umland ist von den Architekturen der Kolonialzeit geprägt. Beindruckende Kirchen, aufwendig gebaute Denkmäler und historische Kanonen, die noch heute in Richtung Meer schauen, sind über Jahrhunderte erhalten geblieben. Die Einwohner Pernambucas zeigten in ihrer Geschichte immer wieder Courage und Tapferkeit, was das heutige Land auch sobesonders macht.



Geschichte

Pernambuco war eine der ersten Gebiete, die von den Portugiesen besetzt wurden. Die Siedlung Olinda wurde 1537 durch Duarte Coelho Pereira gegründet und ist bis heute eine der ältesten Städte Brasiliens. Die Portugiesen pflanzten Zuckerrohrplantagen an und trieben somit ihre Wirtschaft sehr stark voran.

Viele Einwohner Portugals waren von der Entwicklung fasziniert und siedelten sich in den neu besetzten Gebieten an. Viele Siedler fanden Arbeit in den gewaltigen Zuckerrohrfabriken Pernambucos. Die Siedlung Olinda wuchs und entwickelte sich zu einer wunderschönen großen Stadt. Die Brasilianische Provinz diente in der Kolonialzeit als Schauplatz vieler rebellischer Schlachten. Gesellschaftliche Gemeinschaften wie die Jesuiten, Franziskaner oder Karmeliter lieferten sich ständig Kämpfe und regierten die Gebiete Pernambucos sogar teilweise.

Pernambuco erlebte einen so großen wirtschaftlichen Erfolg mit dem Zuckerrohrexport, dass die Holländer langsam auf den Erfolg aufmerksam worden. 1630 überfielen die Holländer die Portugiesische Siedlung und besetzten diese anschließend. Kurz danach brannten die Holländer die schöne Stadt Olinda ab und bestimmten Recife als ihren Hauptstützpunkt. Die Stadt Olinda wurde jedoch in den folgenden Jahren wieder komplett aufgebaut.

Der holländische Baron Maurits von Nassau-Siegen regierte Pernambuco 24 Jahre lang. Durch seine Herrschaft entstanden viele hochkulturelle Einrichtungen. Sogar die Sümpfe und Inseln machte der holländische Baron durch den Bau von Kanälen bewohnbar. Baron Maurits bemühte sich soziale Strukturen zu pflegen. Anders als die Portugiesen versuchte er das Vertrauen und den Respekt der Südamerikanischen Indianer zu gewinnen. Doch Baron Maurits fürchtete sich ständig vor Angriffen. Deshalb griff er 1638 Salvador an und scheiterte anschließend. Drei Jahre nach dem Scheitern gelang ihm eine große Erweiterung seines Regierungsgebietes. Doch Baron Maurits war kein Mann der Wirtschaft, sondern eher ein Kriegsherrscher. Wegen seiner unwirtschaftlichen Regierung kehrte er 1644 nach Holland zurück und trat somit aus der Administration Pernambucos aus. Es traten Unruhen aus. Die Einwohner Pernambucos rebellierten gegen die Regierung. Die Portugiesen nutzten diese Situation aus und gewannen ihr Territorium wieder zurück. Die Portugiesen zeigten sich von einer starken Seite und bewiesen Tapferkeit und Courage. Die portugiesischen Gouverneure brachten das Gebiet wieder auf ein wirtschaftliches Hoch. Ein stabiles System und eine gute Exportwirtschaft lies die brasilianische Provinz Pernambuco wieder aufblühen. Es fanden sich viele Künstler, Wissenschaftler und Architekten die das Gebiet und die Städte mit aufwendigen Bauten und wunderschönen Landschaften füllten.



Kultur

Eine ausgeprägte brasilianische Kultur zieht jährlich tausende Menschen an. Auf dem Karneval in Olinda werden heute noch die traditionellen Tänze wie der Frevo oder der Maracatu in stilvollen Vorstellungen gezeigt und wieder ins Leben gerufen. Aber nicht nur der Karneval erfreut mit seinen Feierlichkeiten.

In Pernambuco feiern die Menschen praktisch das ganze Jahr. Von religiösen Feiern bis zu berühmten musikalischen und traditionellen Vorstellungen. Besonders beliebt sind die Forró-Feste im Juni. Der Forró ist ein musikalisches Spektakel, wo brasilianische Musikanten mit Instrumenten wie der Zabumba, der Sanfona oder der Triangel durch die Straßen ziehen und ein besonderes Schauspiel darstellen. Auch das Essen ist einfach nur besonders in dieser Region. Von europäischer über afrikanischer bis zu indianischer Küche und natürlich auch brasilianische Gerichte erfüllen alle Erwartungen des Reisenden.